Sonntag, 26. Februar 2012

Komme, was wolle...


...ich bin jedenfalls gerüstet, bewehrt und gefasst, sagt Kater 'Barbarossa' selig, welcher in Tonform auch weiterhin mein treuer Begleiter bleibt...Aber, offengestanden hätte ich mir nie träumen lassen, dass es dermassen 'dicke' kommt und inzwischen bin ich mir auch gar nicht mehr so sicher, ob es nun Fluch oder Segen bedeutet, dass ich nur den PC 'anzuwerfen' brauche, um auch gleich alles vor die Augen oder vielmehr um die Ohren zu bekommen, was tagtäglich vom Stapel läuft. Einerseits möchte ich nicht zu der Schlaf-Fraktion gehören - andererseits aber, spüre ich immer deutlicher, dass mich die sich jagenden Hiobs-Botschaften bis in den Schlaf hinein verfolgen. Vielleicht sollte ich mich auch, wie Kater selig hinter Stacheln verbarrikadieren?
Für einmal begann mein heutiger Tag jedoch mit einem ausgesprochen positiven Videokurzfilm, welcher Einblick in das ereignisreiche Leben der Alice Herz Sommer gewährt. Die würdige Lady ist 108 Jahre alt und lebt als noch immer begnadete Pianistin ein Leben in Gesundheit und Freude! Sie erzählt in dem Film, dass die Freude und Dankbarkeit für alles Schöne und insbesondere die Musik sie nie verlassen hat, obwohl sie zusammen mit ihrem kleinen Sohn für längere Zeit in Konzentrazionslager verbannt wurde, versuchte sie auch dort, die Menschen mit ihrer Kunst und Zuwendung zu trösten.
In der eigenen Mitte bleiben, aus dem Herzen leben, das ist es, was heute mehr denn je gefragt ist, und das ist es, was von dieser bewundernswerten Frau auf beispielhafte Weise vorgelebt wurde und was noch immer aus ihrem liebevollen Gesicht zu strahlen vermag.
Wie ihr Name, so ist auch der Titel ihrer Biografie besonders aussagekräftig:

"Ein Garten Eden inmitten der Hölle" Autor: Reinhard Piechocki
* * *


1 Kommentar:

  1. Liebe Myra,
    ein wundervoller Kurzfilm! Was für eine besondere Frau!!Das Buch kenne ich nicht und eigentlich wollte ich auch keine mehr über diese Zeit lesen,aber ich glaube ich werde dieses doch lesen.
    Ob ich je die Kraft gehabt hätte so theresienstadt zu überleben und dann immer noch diese Lebenseinstellung zu habe-ich weiss es nicht!
    Lieben Gruß
    Angelika

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